Der
SiGe-Plan
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan ist das zentrale Dokument jeder koordinierten Baustelle. Er legt fest, welche Schutzmaßnahmen gelten, wer wofür verantwortlich ist und wie die Arbeiten der Gewerke sicher ineinandergreifen. Wir erstellen ihn projektbezogen — und halten ihn über die gesamte Bauzeit aktuell.
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Was ist der SiGe-Plan?
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan — kurz SiGe-Plan — ist nach BaustellV §2 Abs. 3 zu erstellen, wenn auf einer Baustelle Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden und entweder eine Vorankündigung erforderlich ist oder besonders gefährliche Arbeiten nach Anhang II der BaustellV ausgeführt werden. Er ist kein allgemeines Sicherheitskonzept, sondern ein projektbezogenes Arbeitsdokument, das konkret auf die Gegebenheiten der jeweiligen Baustelle zugeschnitten ist.
Sein Zweck: festzulegen, welche Schutzmaßnahmen gelten, wenn mehrere Gewerke gleichzeitig oder nacheinander am selben Ort arbeiten. Überall dort, wo sich Tätigkeiten gegenseitig gefährden können, beschreibt der SiGe-Plan, wie diese Wechselwirkungen sicher beherrscht werden.
Was in einem guten SiGe-Plan steht
- Räumliche und zeitliche Zuordnung der Gewerke — wer arbeitet wann und wo
- Konkrete Schutzmaßnahmen für die gemeinsam genutzten Bereiche und Einrichtungen
- Regelungen zu gemeinsam genutzten Anlagen: Gerüste, Krane, Verkehrswege, Energieversorgung
- Maßnahmen bei besonders gefährlichen Arbeiten nach Anhang II BaustellV
- Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten der Beteiligten
- Verhaltensregeln für die Baustelle und Vorgaben zur Ersten Hilfe und für den Notfall
Entscheidend ist die Verständlichkeit. Ein SiGe-Plan, den niemand auf der Baustelle liest, schützt niemanden. Wir formulieren ihn so, dass er für alle Beteiligten — vom Polier bis zum Subunternehmer — praktisch nutzbar ist.
Erstellung und Fortschreibung
Der erste Entwurf des SiGe-Plans entsteht bereits in der Planungsphase, auf Basis der vorliegenden Planung. Doch ein SiGe-Plan ist kein einmaliges Dokument: Sobald sich Bauablauf, Gewerke oder Gefährdungslage ändern, muss er angepasst werden.
Diese laufende Pflege ist Teil der Koordination in der Ausführungsphase. Bei jeder Baustellenbegehung prüfen wir, ob der Plan noch zur Realität passt — und schreiben ihn fort, wo nötig. So bleibt er über die gesamte Bauzeit ein verlässliches Werkzeug statt eines Dokuments in der Schublade.
SiGe-Plan oder Gefährdungsbeurteilung?
Beide Dokumente werden oft verwechselt. Der Unterschied ist wichtig: Die Gefährdungsbeurteilung erstellt jeder Arbeitgeber für die Gefährdungen seiner eigenen Beschäftigten — das ist seine Pflicht nach Arbeitsschutzgesetz. Der SiGe-Plan dagegen regelt die Gefährdungen, die aus dem Zusammenwirken mehrerer Unternehmen entstehen.
Der SiGe-Plan ersetzt also nicht die Gefährdungsbeurteilungen der einzelnen Firmen — er koordiniert sie. Genau hier liegt die Aufgabe des SiGeKo.
Direkt verwandt
Der SiGe-Plan entsteht im Zusammenspiel mit diesen Leistungen — sie liefern seine Grundlage oder bauen darauf auf.
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